Oohps, I did it again. Da hat sich der Contentmanager der Onkelz-Homepage doch glatt vermanaged. Erst ist mein Laptop nicht richtig konfiguriert, dann stimmen die B.O. Zugangsdaten plötzlich nicht mehr und zuguterletzt habe ich nicht hinreichend gerafft, wie man Bilder in hoher Auflösung zufriedenstellend auf eine geringere Pixelgröße runterrechnet, damit man sie ins Netz stellen kann. Aber gottseidank hat mir der W. hier geholfen und sich an dem Problem festgebissen, bis es gelöst war und das alles um 03:00 morgens. Also, sorry Leute, dass es so lange gedauert hat, verdammte Technik!!

Gut, wo waren wir? Bremen! Genau, endlich wieder live, Mann hat das gedauert, das Warten meine ich, auf diese verdammte Clubtour. In den letzten Wochen hielt uns ja eigentlich eher der anstehende Stonesgig auf Trab und die damit verbundene lächerliche Presse im Vorfeld, aber egal, davon soll hier heute nicht die Rede sein. Gut gelaunt also in Richtung Aladin aufgebrochen und Donnerstag abend schnell noch den Sound gecheckt. Pe mit nagelneuem, das heißt antikem Liebhaberschlagzeug aus den Siebzigern. Ein orangenes Plexiglass „Vista Lite“. Gaanz gaanz schick und hört sich auch gut an. Der Rest wie gehabt und wie gewohnt. Was neu war, oder neu ist, das ist die Winzigkeit und Schnuckeligkeit der Venues. Niedliche kleine Bühnen, auf denen es verdammt eng zugeht. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Vollkontakt zu den Fans, sowas hat es auch lange nicht mehr gegeben und war auch anders als sonst, familiärer. Der Bremer hat sich dann auch prompt von seiner besten Seite gezeigt und das Aladin innerhalb kürzester Zeit in eine übel tropfende finnische Sauna verwandelt. Der Schweiss floss buchstäblich die Wände runter und so ziemlich jeder dürfte an diesem Abend 2-3 Kg verloren haben. Ganz kurz zur Vorband: Justin (ehemals Stereobugs – siehe letzte B.O.S.C. Party), Boris (ehemals Backliner vom Gonz) und Stefan Stichler (ehemals Hassmütz – siehe Open Air Hahn Hunsrück) haben mit zwei weiteren Freunden „Junkhead“ formiert und dem Publikum gleich mal gezeigt, wie der Frankfurter abgehen kann, wenn man ihn läßt. Pogo bis zum Herzstillstand. Sehr anständiges Debüt und eine absolut onkelztaugliche Vorband. Das sah auch der Bremer so, der sich aber, schlau wie der Hanseat nun mal ist, seine Kräfte ein wenig einteilte, denn die Temperaturen im glitschigen Aladin waren wirklich unmenschlich.
Kurze Umbauphase und dann die Tioz, die sofort losgebrettert haben. „Hier sind die Onkelz“ – „Narben“ – „Dunkler Ort“ und dann erst Luft geholt für die erste Ansage. Erstaunlich guter Kevin, dessen Stimme sich fast wie in alten Tagen anhörte. Der Atem- und Gesangsunterricht, den er seit einiger Zeit nimmt, zeigt bereits die erste positive Wirkung. Wunderbare Vorraussetzungen also für eine fette Party im kleinen, intimen Kreis von 1800 Leuten. Eine bunt zusammengewürfelte Setlist mit 24 Krachern aus 23 Jahren Onkelzhistorie. Eine echte Überraschung für mich und siehe da, wer hätte das gedacht als ein nettes Live-Brett erster Güteklasse stellte sich „Das ist mein Leben“ von der 91er W.h.n.l.n.g. heraus. Da musste der Gonzo seine weiße „Tausch“ doch glatt auf „cis“ runterstimmen. Gute Wahl, hört sich klasse an. Ebenso „Nichts ist so hart wie das Leben“ und „Das Geheimnis meiner Kraft“, über die sich bestimmt der eine oder andere Liebhaber selten gespielter Onkelzperlen freuen dürfte. Machen wir´s heute kurz, um nicht zuviel vorweg zunehmen und ein paar Überraschungen offen zu lassen. 2,5 Stunden volle Pulle, so krass und so fett, dass ich ein paar Fans auf dem Zahnfleisch aus der Halle kriechen sah, glühend rote, fleckige aber zufriedene Gesichter und zerfetzte klitschnasse Shirts. Genauso wollten wir´s doch haben, oder?

Wenn alles gut geht, kommt heute Nachmittag noch etwas vom Till zum Hannover Gig und ab Osnabrück sollte es dann flutschen mit dem Tourtagebuch...

Gruss
Ed